„Anarchie und Freundlichkeit“

Am Dienstag (19. November) findet um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei (Alter Steinweg 11) im Rahmen der vom Aktionskünstler Thomas Nufer organisierten Vortragsreihe „Hauptstadt der Freundlichkeit“ ein Vortrag mit Diskussion unter dem Titel „Anarchie und Freundlichkeit“ statt. Referent ist der Graswurzelrevolution-Redakteur Dr. Bernd Drücke (im Bild oben in der Mitte). Der Eintritt ist frei.

Seit Anfang 1999 befindet sich das Redaktionsbüro der seit 1972 erscheinenden Graswurzelrevolution im Gebäude der Evangelische Studierendengemeinde (ESG) Münster. Die Monatszeitung für eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft ist zwar ein bundesweites Projekt, beteiligt sich aber in Münster (und anderswo) regelmäßig an Demonstrationen, Veranstaltungen und Aktionen der sozialen Bewegungen von unten. Im Medienforum Münster produziert die Redaktion regelmäßig für den Bürgerfunk auf Antenne Münster „Radio Graswurzelrevolution“-Sendungen.

Die aktuellen Ausgaben der Graswurzelrevolution, die in Münster unter anderem beim Buchladen Rosta oder im Bahnhofsbuchhandel erworben werden können.

Die Herausgeber definieren „Graswurzelrevolution“ als eine tiefgreifende gesellschaftliche Umwälzung, in der durch Macht von unten alle Formen von Gewalt und Herrschaft abgeschafft werden sollen. Sie kämpfen für eine Welt, in der die Menschen nicht länger wegen ihres Geschlechtes oder ihrer geschlechtlichen Orientierung, ihrer Sprache, Herkunft, Überzeugung, wegen einer Behinderung, aufgrund rassistischer oder antisemitischer Vorurteile diskriminiert und benachteiligt werden. Die „Graswurzelrevolution“ strebt an, dass Hierarchie und Kapitalismus durch eine selbstorganisierte, sozialistische Wirtschaftsordnung und der Staat durch eine föderalistische, basisdemokratische Gesellschaft ersetzt werden. Schwerpunkte ihrer Arbeit lagen bisher in den Bereichen Antimilitarismus und Ökologie. Diese Ziele sollen – soweit es geht – in ihren Kampf- und Organisationsformen vorweggenommen und zur Anwendung gebracht werden. Um Herrschafts- und Gewaltstrukturen zurückzudrängen und zu zerstören, setzen die Graswurzelrevolutionär*innen auf gewaltfreie Aktionsformen. In diesem Sinne bemüht sich die anarchistische Zeitung Graswurzelrevolution seit 1972, Theorie und Praxis der gewaltfreien Revolution zu verbreitern und weiterzuentwickeln.

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